Der Name "Walbeck"

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Walbeck, ein Ort an der Straße der Romanik

Die erste urkundliche Nennung Walbecks erfolgte im Jahre 929. In dem genannten Jahr fiel Graf Lothar I. in der Schlacht bei Lenzen. Sein Sohn Lothar II. ließ die Stiftskirchenruine auf dem Hagen erbauen. Dies war eine Sühnemaßnahme, denn er hatte sich an einer Verschwörung gegen den König Otto I. beteiligt.


929 oder 930 - seit wann gibt es WALBECK?

Unser Heimatort ist viel älter! Die Gründungsgeschichte des Dorfes Walbeck ist eng mit der Geschichte des ottonischen Königtums verknüpft.Funde im Haldensleber Kreismuseum belegen, dass das obere Allertal bereits vor 5000 Jahren besiedelt war.Wegen der geschützten Lage zwischen Hagen und Lappwald dürfte Walbeck zu den frühesten Ansiedlungen dieses Gebietes gehört haben. Da aber das urkundliche Alter eines Gemeinwesens durch seine erste nachweisbare schriftliche Nennung bedingt ist, hat Walbeck kurioserweise gleich zwei "Geburtsjahre". Beide Jahreszahlen beziehen sich jedoch auf das gleiche historische Ereignis.



 

Der Name "Walbeck"
Walbeck ist ringsherum von Wald umgeben und aus dem Wald kommt ein kleiner Bach, die Riole. Sowohl der Wald als auch der Bach können Walbeck den Namen gegeben haben. Im Plattdeutschen sagt man für Bach "Beeke", und so könnte aus Waldbeeke (Waldbach) der Ortsname Walbeck entstanden sein. Es gibt aber auch noch andere Deutungen. Im Laufe der Zeit hatte Walbeck viele Bezeichnungen. Seit 1218 kennt man den Namen "Walbke", so wie er von vielen Einheimischen heute noch genannt wird. Auch "Pottwalbke" wird unser Heimatort immer wieder genannt. "Pott" kommt ebenfalls aus dem Plattdeutschen und bedeutet Topf. Weil es hier bei uns viel Ton gibt, war hier das Töpferhandwerk zu Haus und es gab viele Töpfereien. So ist der Name "Pottwalbke" entstanden. Der Weferlinger Horst Eppendorf aber, veröffentlichte Anfang der neunziger Jahre eine ganz andere interessante Variante für die Begründung des Ortsnamen Walbeck. Seiner Meinung nach ist nicht nur unser Bach, die Riole, sondern der Berg, der den Ort hoch überragt, für die Landschaft das Beherrschende. Im Sachsenliede aus dem 10.Jahrhundert, dem Heliand, bedeutet Wal eine steile Felswand und Beck ist ein untergegangenes niederdeutsches Wort für einen Erdbuckel, Hügel, für eine rundliche Erhöhung ( Bok, Boki, Bokel, Bühel). Walbeck (Walibici) ist so vermutlich die älteste Bezeichnung für den Burgberg.

Der Name "Walbeck"
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